Nicht nur Weihnachten aktuell:

„Ich habe heute ein paar Blumen nicht gepflückt, um dir ihr Leben zu schenken“ – dieses Zitat von Christian Morgenstern eröffnet meine Gedanken zu der an dieser Stelle schon des Öfteren gestellten Frage „Was brauche ich wirklich?“ ganz wunderbar.

In Anbetracht der anstehenden Weihnachtstage fühlen viele Menschen den Gruppendruck des damit verbundenen Geschenke-Marathons, deswegen ist es stimmig, sich wieder einmal damit zu beschäftigen.

Nicht nur im Rahmen der Selbstversorgung macht es Sinn, sich auf die Dinge zu reduzieren, die wirklich wichtig, idealerweise auch noch nachhaltig und langlebig sind.
Ich lade dich heute dazu ein, jeden deiner Einkäufe ganz entspannt dahingehend zu hinterfragen. Damit meine ich nicht die Tüte Milch, die dir heute Morgen ausgegangen ist, sondern vor allem die Dinge, die du ausserhalb des täglichen Standardbedarfs konsumierst, wie beispielsweise Kleidung oder Deko. Besteht ein echter Bedarf für diesen Gegenstand oder ist es vielleicht eher ein Bedürfnis, hinter welchem ein ganz anderer Mangel steckt? Was befriedigst du wirklich, wenn du etwas kaufst, das du eigentlich nicht brauchst? Eine gute Portion gesunder Menschenverstand und etwas mehr Achtsamkeit für die tatsächlichen Wünsche, sowie für unser Umfeld verhelfen uns dazu, in einen natürlichen Minimalismus ohne Zwang und starre Vorgaben hineinzuwachsen.

Wenn du dich also diese Weihnachten für die Methode des Christian Morgenstern entscheiden solltest, so zeugt das nicht von mangelnder Liebe für die (Nicht-)Beschenkten, sondern dann gratuliere ich dir zu einem weiteren Schritt in die eigene Selbstbestimmung!
In diesem Sinne wünsche ich dir einen minimal(istisch)en Winter!