FĂŒr SzilĂĄrd 😊

***TrÀumen***TrÀumen***TrÀumen***TrÀumen***TrÀumen***TrÀumen***TrÀumen***

Wir wachen auf in unserem fĂŒnfeckigen,
nach selbst geschnittenen GrÀsern duftenden Heubett. Wir liegen unter einem
schĂŒtzenden Glasdach, durch das wir nachts die Sterne und beim Aufwachen den
Himmel sehen können. Es ist ein milder FrĂŒhlingstag. Über der östlichen Hecke
geht die Sonne auf und wÀrmt unsere Gesichter mit ihren göttlichen Strahlen.
Die Vögel zwitschern dazu ihr Lied. Die Luft ist erfĂŒllt mit den
verschiedensten BlĂŒtendĂŒften. Wir stehen auf, gehen zu unserem kleinen See und
nehmen ein morgendliches Bad. Die GĂ€nse schnattern und plantschen mit uns um
die Wette. Auch die Hunde wollen mit dabei sein und springen wie verrĂŒckt am
Ufer auf und ab. Anschließend lassen wir uns in der Wiese von der Sonne
trocknen.

In unserem Garten warten auf uns zum
FrĂŒhstĂŒck bereits die ersten reifen FeldfrĂŒchte. Dazu genießen wir in unserer
SommerkĂŒche selbst gebackenes Brot mit Honig von unseren eigenen Bienen, und
Butter aus der Milch von Frieda, unserer Gemeinschaftskuh.

Danach begrĂŒĂŸen wir unseren Hektar bei
einem Rundgang, den wir an unserer lebendigen Hecke beginnen. Wir freuen uns
wie jeden Morgen aufs Neue ĂŒber die vielfĂ€ltige Pflanzenwelt, die unseren
Lebensraum vor Wind, Wetter und Eindringlingen schĂŒtzt und uns jedes Jahr mit unzĂ€hligen
Beeren, NĂŒssen und FrĂŒchten beschenkt. Beim See passieren wir unsere aus Lehm
gebaute Sauna. Gleich neben der Sauna befindet sich das Badehaus. Auf gemÀhten
Wandelwegen, vorbei an lauschigen PlÀtzen unter Schatten spendenden BÀumen,
fÀllt uns als nÀchstes das schöne lichtdurchflutete Atelier ins Auge. Darin
liegen auf dem einen Tisch unsere selbst gefertigten ArbeitsstĂŒcke, auf dem
Anderen trocknen gerade BlĂŒten und KrĂ€uter. Nun hören wir schon das Gegacker
unserer HĂŒhner, die gemĂŒtlich vor dem HĂŒhnerstall scharren. Endlich fĂ€llt unser
Blick auf unser wunderschönes, selbst gebautes Haus. Auf der Veranda spielen
unsere Kinder mit pÀdagogisch wertvollen Spielzeugen. smiley

Auf der SĂŒdseite des Hauses, mitten in
unserem WÀldchen, befindet sich unser persönlicher Ritualplatz. Am Rande des
Waldes steht und wĂ€chst die Walnusslaube – ein lebendiges Baum-Haus aus
zusammengewachsenen Walnussschösslingen.

Wir setzen uns zu unseren Kindern auf die
Veranda und lassen unseren Blick ĂŒber den eigenen Hektar schweifen. Eine bunte,
summende Blumenwiese und ein ĂŒppig blĂŒhender Garten erfreuen das Auge. WĂ€hrend
wir dort sitzen, nehmen wir wahr, wie die Igel im Gehölz rascheln und
Eichhörnchen in den BĂ€umen herumturnen. Gemeinsam mit unseren Kindern ĂŒberlegen
wir nun, was es heute wohl Spannendes in der Schule fĂŒr uns alle zu lernen
gibt. Neugierig machen wir uns auf den Weg. Dabei begegnen wir auf den Wegen
zwischen unseren Landsitzen unseren Nachbarsfamilien. Bei unserer Ankunft
können wir gerade noch die letzten PlÀtze des schon voll besetzten kreisrunden
Auditoriums ergattern. Die kleine Maya stellt die erste Frage, zu der sie sich
schon viele Gedanken gemacht hat. Sie beschĂ€ftigt es, welche Argumente fĂŒr und gegen die Hohlkugel-Theorie sprechen.
Maya Ă€ußert ihre Gedanken zum Thema und alle hören aufmerksam zu. Daraufhin
entsteht eine rege Diskussion, an der sich sowohl Erwachsene als auch Kinder
beteiligen. NatĂŒrlich kommen wir heute bei diesem komplexen Thema nicht auf
einen gemeinsamen Nenner und auf dem Heimweg denken viele noch weiter darĂŒber
nach.

Nach einem gemĂŒtlichen Mittagessen im
Kreise der Familie, bei dem jedes Familienmitglied die selber produzierten
Lebensmittel zu schĂ€tzen weiß, kĂŒmmern wir uns um unseren Garten. Da wir uns
bewusst sind, dass alles, was wir geben in gleicher Weise zu uns zurĂŒck kommt,
informieren wir das Saatgut vor der Aussaat mit unseren Informationen.

AnlÀsslich der heutigen Tag- und
Nachtgleiche findet auf dem gemeinschaftlichen Festplatz unter der großen Linde
eine Feier statt, bei der es auch ein großes Buffet gibt. Jede Familie bereitet
dafĂŒr ihr Lieblingsgericht zu, so dass sich am Abend die Tische unter den
vielen verschiedenen Leckereien biegen. Ein lustiges Feuer prasselt und die
Menschen singen, lachen und tanzen zusammen bis spÀt in die Nacht.

Anschließend fallen wir alle erschöpft und
glĂŒcklich ins Heubett und freuen uns auf einen neuen Tag in unserem
persönlichen Paradies.