Ostersonntag – heute ist der Tag des
Eiersuchens, der niedlichen Hoppelhasen, der blumigen Dekorationen und und und…
und wieso? Was feiern die Menschen da eigentlich?! Sprachgeschichtlich besteht
„Os-tara“ aus zwei Silben: „Os“ bedeutet
„Mund-Schoß-Erde-Geburt-Entstehung“ und „tar“ bedeutet „zeugen“.
Ostara bedeutet also „Erd-Zeugung im Frühling“ – Auferstehung der gestaltenden
Kräfte, was sich im Herbst zurückgezogen hat, kommt nun wieder hervor.
Ursprünglich ist das Osterfest ein uraltes, an den Mond gebundenes Fest zum
Frühlingsanfang. Auch die Kirche richtet sich heute noch mit ihrer Variante
nach dem alten Mondkalender: Ostern fällt auf den ersten Sonntag, der auf den ersten
Vollmond nach der Frühlings-Tagundnachtgleiche (ca. 21.3.) folgt. Auch bei den
Christen wird immer noch eine Auferstehung gefeiert, allerdings dauerte der
Rückzug kein halbes Jahr, sondern nur zwei Tage. Bei uns in Ungarn läutet jeden
Freitag um 15 Uhr die Kirchenglocke im Dorf, da genau zu diesem Zeitpunkt Jesus
gestorben sein soll, an Karfreitag findet das seinen Höhepunkt…

Nun darf jeder selbst
schauen, wo er sich wiederfindet und welche Qualität die jetzige Zeit
transportiert. Für Seele und Geist kann beispielsweise folgende Frage
auftauchen: Was aus meiner inneren Wachstumsquelle möchte ich nun in der Welt
sichtbar werden lassen? Viele Menschen verspüren nun auch das Bedürfnis nach
Reinigung – nicht nur geistig, auch der Tempel unserer Seele dankt uns einen
Frühlingsputz, hierbei unterstützen uns beispielsweise Löwenzahn und Brennnessel,
die uns ebenfalls pünktlich zu Ostern mit ihrer Anwesenheit beehren.

Eine weitere wichtige
Qualität des Frühlings besteht für mein Empfinden auch im Grundlagen schaffen.
Genauso, wie ich nun meinen „materiellen“ Garten einsähe, damit er später
wohltuende Früchte hervorbringt, bestelle ich auch meinen inneren Garten. Damit
dieser mich zu meinem höchsten Wohl unterstützt, muss ich wissen, was mir wirklich gut tut. Was mir wirklich gut
tut, finde ich nur heraus, wenn ich damit beginne, SELBST zu denken und zu
fühlen. Diese Selbstständigkeit im Denken, Fühlen und Handeln bildet dann die
Grundlage für mein Leben und ich beginne, mehr und mehr aus meiner Mitte heraus
zu agieren. Offene Konfrontationen und auch nicht direkt erkennbare
Manipulationen werfen mich dann weniger aus dieser Mitte heraus und werden auch
schneller durchschaut, da ich besser und besser wahr-nehme, was zu MEINEM höchsten Wohl (und damit automatisch zum
höchsten Wohl aller) ist – und was nicht!

Das ist gerade für uns
(gegenwärtige und auch zukünftige) Familienlandsitzer wichtig, denn wenn man
sich tatsächlich auf das Leben auf einem Familienlandsitz einlässt, dann führt
das früher oder später „zwangsläufig“ in Richtung Eigenverantwortung
und Selbstbestimmung. Das macht gewissen Strukturen Angst und sie versuchen,
uns mit ihren klassischen Instrumenten (zum Beispiel durch Hetze, Verleumdung,
wunde Knöpfe drücken, aber auch durch lichte Überhöhung, Blendung und
„Ego-Streichelei“) aus der Balance zu bringen.

Deswegen mein Wunsch
für uns alle: Bitte DENKEN, FÜHLEN und HINTERFRAGEN wir zu allererst SELBST alles,
was uns begegnet und vor allem das, was uns aus der eigenen Mitte heraus zu
bewegen „droht“!!! Nicht immer ist solches auf den ersten Blick als manipulativ
erkennbar, aber mit wachsender Sensitivität für unser eigenes höchstes Wohl
bemerken wir solche Manipulationen immer entspannter und so werden die
Feiertage im wahrhaftigen Sinne des Ausdrucks zu „Frohen Ostern“!