… und sie sagte mit sehnsüchtigen blick, aber ich möchte nicht mehr leiden.

es wurde ganz still, als sich eine stimme erhob und sich schwebend über ihren widerstand legte. wie kannst du dir wünschen nicht mehr zu leiden, liebes? das kommt gleich dem wunsch nach, nicht wirklich leben zu wollen.

die kostbarkeit des leidens liegt als sandkorn in deinem wesenskern, wo reibung erzeugt wird, bei jeder bewegung, bei jeder atmung. das kratzt und beisst und macht sich allzuoft unangenehm bemerkbar. manchmal möchtest du, dass es einfach aufhört. dieses ewige spüren.

dann legst du dich still und flach auf die erde. nimmst dir eine pause. atmest durch…. bis die kraft dich wieder weitertreibt. du lässt dich weiterformen und kneten. von den stürmen des lebens. etwas in dir wächst, etwas in dir kristallisiert die feinen strömungen deiner erfahrungen hinaus in die welt.

es ist nicht länger zu verstecken, dein inneres leuchten und strahlen tritt immer mehr und mehr zu tage. und du erkennst, wie das leid dich geformt hat. wie es dich fühlend, liebend, suchend, erkennend und wach werden lassen hat. du entdeckst diesen schatz in dir…

und alles was du tun kannst, ist ihn zu verschenken. jene perlen, die sich in dir durch viele mühevolle erfahrungen entwickelt haben… aus dem sandkorn des leidens.

mein herz, wünsch dir nicht, prozesse des lebens verkürzen zu wollen. das lindert nicht den schmerz der geburt. ja das ganze leben ist ein geburtsprozess und der kampf wechselt sich ab mit der hingabe, mit dem aufgeben, mit dem loslassen… du bist ein perlenkind… ein wahres geheimnis… dich zu entdecken lohnt sich. immer und immer wieder. du schmuckstück gottes.

Moksha Devi