Der Kalender sagt, diese Woche beginnt der Herbst… Nun, dann wollen wir ihm mal glauben. 🙂

Nachdem wir in den letzten Jahren immense Probleme mit der BraunfĂ€ule bei den Tomaten hatten, hatte ich fĂŒr dieses Jahr Samen von drei verschiedenen alten Sorten besorgt, die angeblich mit einer natĂŒrlichen Resistenz dagegen glĂ€nzen sollten. Ich war da recht skeptisch, zumal die Meinungen dazu im Netz ziemlich unterschiedlich ausfallen. Da es mit den Tomaten in unserem Garten aber nur besser werden konnte, hatten wir ja nichts zu verlieren. Nun, am Ende des Sommers, kann ich jedoch ein positives Fazit abgeben: Nachdem das „Tomatenwetter“ lange nicht in die Socken kam, habe ich die jungen PflĂ€nzchen erst ziemlich spĂ€t ins Freie gesetzt. Da ließen sie sich auch schön Zeit mit dem Wachsen und der Fruchtbildung, sodass ich weiter skeptisch blieb, ob das noch was wird. Zumal es bis September eigentlich immer eher feucht und – gemessen am „normalen“ ungarischen Sommer – frisch war. Also eigentlich bestes BraunfĂ€ule-Wetter fĂŒr Freilandtomaten. Die lieben roten und gelben Kullerchen 🙂 belehrten mich jedoch eines Besseren – Ende August bekamen die Ersten bunte BĂ€ckchen und seitdem habe ich schon mehrmals einige große SchĂŒsseln fĂŒllen dĂŒrfen und die Vorratskammer fĂŒllt sich mit eingekochter Tomaten- und Nudelsauce. Keine BraunfĂ€ule zu sehen – top!!!

An Sorten hatte ich mich fĂŒr eine Fleischtomate namens „Vivagrande“, eine kleine gelbe Tomate namens „Sunviva“ und eine normale rote Sorte namens „Rondobella“ entschieden. Die kleine gelbe Tomate schmeckt wunderbar fruchtig-sĂŒĂŸ, die Fleischtomate ist auch ganz nett, eignet sich sehr gut zum Einkochen, die Rondobella hat eine ziemlich feste Schale, ĂŒberzeugt mich geschmacklich aber nicht zu 100%. Gekauft habe ich die Samen bei culinaris-saatgut.de

Keine BraunfĂ€ule, aber dafĂŒr die grĂŒne Reiswanze… GlĂŒcklicherweise nicht im Übermaß und auch erst sehr spĂ€t.

…hĂŒbsch ist sie ja.

Sooo schlimm sind die befallenen Tomaten aber nicht, es gibt nĂ€mlich dankbare Abnehmer (siehe unten 🙂 ), die jeden meiner Handgriffe im Garten mit gierigen Augen verfolgen.

Die Trauben werden langsam reif und werden bald unseren „Schmusie“ bereichern. Die Ursorten „Isabella“ und „Noah“ mĂŒssen nicht gespritzt werden und wachsen jedes Jahr treu aufs Neue.

Unten ein speziell geformter Gurken-SpĂ€tzĂŒnder.

Endlich ist mein Lieblingsobst reif – ich schwelge jeden Tag in Feigen – die ich auch gegen die Enten verteidigen muss. 😉

Der Göttergatte schwelgt in Bohnen.

Der tĂ€gliche „Schmusie“ wird seit Wochen mit eigenen Pfirsichen, Birnen und Äpfeln bestĂŒckt.

Zum Geburtstag habe ich ein typisches „Hausfrauengeschenk“ bekommen – einen HĂ€chsler fĂŒr KrĂ€uter, NĂŒsse etc. Er kam schon fĂŒr die Herstellung meines Lieblings-KrĂ€utersalzes zum Einsatz: Rosmarin, Salbei und Knoblauch hĂ€chseln und dann noch feucht mit gutem Salz vermischen. Ich habe Parajdi Steinsalz und Himalayasalz genommen.

Traumhafte SpÀtsommerstimmung