Brot backe ich ja schon seit l├Ąngerem selbst, denn zum einen gibt es in Ungarn so gut wie kein vollwertiges Brot, geschweige denn „bio“ und zum anderen ist es ja auch einfach sch├Ân, wenn man sein eigenes Brot herstellen kann. Wobei das Mehl daf├╝r offensichtlich nicht vom eigenen FLS kommt. ­čśë

Aber eigentlich wollte ich nicht ├╝ber Brot schreiben, sondern ├╝ber meine neue „Phase“: BrotAUFSTRICHE

Wenn man nicht immer nur Marmelade oder Honig aufs Brot will, K├Ąse und co aber nicht mehr gegessen werden wollen, bzw. ohne K├╝hlschrank schnell von selbst wieder vom Brot h├╝pfen, bzw. der Schweizer mit „K├Ąse aufs Brot“ nichts anfangen kann, kommen schnell die diversen herzhaften Brotaufstriche ins Spiel, die es mittlerweile ja in gro├čer Auswahl zu kaufen gibt. Leider auch in ziemlich teuer. Aus diesem Grund bin ich nun in die Brotaufstrich-Produktion eingestiegen. Bisher habe ich das auch schon ├Âfter gemacht, allerdings nie in haltbarer Variante und dann ergab sich das gleiche K├╝hlschrank-Problem wie mit dem K├Ąse. Deswegen nun die ersten Versuche mit haltbaren Varianten. Geschmacklich ├╝berzeugen sie uns schonmal – sogar der kritische G├Âttergatte urteilte mit „lecker“. ­čĺ¬

Nr.1: Paprika-Aufstrich Hier das Rezept:

  • 500g Paprika
  • 500g Tomaten
  • 500g Zwiebeln
  • 1 rote Beete
  • 2 mittlere ├äpfel
  • 50g Xylit (oder S├╝├čungsmittel nach Wahl)
  • 1 EL Senf
  • 3 EL Apfelessig
  • 1TL Paprikapulver scharf
  • 2 TL Kr├Ąutersalz
  • kleine Handvoll frische Basilikumbl├Ątter
  • Oliven├Âl

Und so wird`s gemacht:

Paprika, Zwiebeln, Tomate, rote Beete und ├äpfel kleinschneiden (in St├╝cke, Streifen, Ringe – was dir sympathisch ist ­čść). Dann als erstes die Zwiebeln und die Paprika in ausreichend Oliven├Âl anbraten. Die rote Beete und die ├äpfel dazugeben und ebenfalls kurz mit anbraten. Dann mit den Tomaten abl├Âschen, das Salz dazu geben und das Ganze so lange k├Âcheln, bis die Fl├╝ssigkeit in der Masse fast verdampft ist. Nun gibst du dein S├╝├čungsmittel, den Senf, den Essig, das Basilikum und das Paprikapulver dazu. Weiter kochen, bis die Fl├╝ssigkeit komplett verdampft ist. Hier musst du ein wenig aufpassen, dass du den richtigen Punkt erwischst zwischen „verdampft“ und „angebrannt“. ­čśë Die Masse glattp├╝rieren, hei├č in Schraubgl├Ąser f├╝llen und diese noch einmal 20 Minuten lang einkochen. Die 20 Minuten werden dabei von dem Moment an gerechnet, in dem das Wasser sprudelnd kocht. Nach dem Einkochen die Gl├Ąser st├╝rzen (ich habe das bisher nicht gemacht und hatte nie Probleme, dieses Mal teste ich es so) und langsam ausk├╝hlen lassen. Fertig! Lass es dir schmecken!

Nr. 2 Apfel-Zwiebel-Schmalz (vegan)

  • 200 g Kokosfett (geschmacksneutral)
  • 90 ml Sonnenblumen├Âl
  • 1 gro├čer Apfel
  • 1 gro├če Zwiebel
  • Kr├Ąutersalz

Das Kokosfett im Wasserbad schmelzen, die Zwiebel und den Apfel sch├Ąlen und fein w├╝rfeln und dann im Sonnenblumen├Âl anbraten. Ich musst du schauen, welchen Grad von „anbraten“ du magst – zu viel ist sicher nicht gut, aber nur glasige Zwiebeln w├Ąren f├╝r unseren Geschmack zu wenig angebraten. Du kannst auch noch etwas im Handel erh├Ąltliche ger├Âstete Zwiebeln dazugeben, diese haben aber meistens noch andere Zutaten mit dabei. Statt eines frischen Apfels habe ich getrocknete Apfelst├╝cke genommen, die ich extra daf├╝r hergestellt hatte. Zur├╝ck zum Rezept: Circa 1 TL Kr├Ąutersalz in die Mischung geben und wenn du den gew├╝nschten Br├Ąunungsgrad erreicht hast, vermische die Apfel-Zwiebel-Masse mit dem geschmolzenen Kokos├Âl. Nun l├Ąsst du die Masse erkalten und r├╝hrst kr├Ąftig durch, sobald das ├ľl anf├Ąngt zu stocken, damit die Zwiebeln und der Apfel sich nicht unten absetzen. Schon fertig, lass es dir schmecken! ­čÖé