…tut man sich ganz gut mit Shampoo (oder Roggenmehl… oder doch no-poo?! Nein, heute mal mit Shampoo 😎) und noch besser mit selbstgemachtem Shampoo – und am besten mit selbstgemachtem festen Shampoo! 🥰

Das ist nämlich ziemlich einfach, wenn man einmal weiß wie’s geht und man die Grundzutaten im Haus hat:

Festes Shampoo ist nicht gleich Haarseife – Haarseife ist im Prinzip eine normale Seife, also grob gesagt eine Reaktion zwischen NaOH und Fetten, die mit gewissen, die Haare positiv beeinflussenden Ingredienzien aufgepeppt ist. Festes Shampoo besteht aus Tensiden und pflegenden Substanzen.

In meinem festen Shampoo ist folgendes enthalten – siehe Bild 1:

  • 180g SCI (Tensid)
  • 60g Kakaobutter
  • 8g Honig
  • 20g Bienenwachs
  • 44g Kaolin
  • 24g Cetylalkohol
  • 180g Olivenöl
  • Dazu kommt noch nach Belieben Duft und/oder Farbe

Es gibt auch ganz einfache Shampoo-Rezepte für Einsteiger, zum Beispiel das hier klick mich hat allerdings der hohe Stärke-Anteil im Shampoo beim Waschen gestört.

Die Kakaobutter und das Bienenwachs werden im Wasserbad geschmolzen.

Derweil kann man die anderen Zutaten schonmal zusammenkippen. ACHTUNG: Das Tensid staubt beim Abwiegen und bei der weiteren Verarbeitung ziemlich enorm – über diesen Staub freut sich die Lunge nicht unbedingt, deswegen ist es ratsam, das Ganze mindestens bei geöffnetem Fenster, besser noch im Freien zu bewerkstelligen oder sich eine – in diesem Fall mal sinnvolle – Maske vor Mund und Nase zu schnallen.

Nachdem die Kakaobutter und das Wachs geschmolzen sind, geben wir sie zum Rest der Zutaten und verkneten sie behutsam zu einer homogenen Masse. Dann kommen wir zum kreativen Teil – falls du deine Seife färben und beduften möchtest, kannst du dich jetzt austoben! 😃

Ich habe die Masse geteilt und dann die eine Hälfte mit roter Lebensmittelfarbe und Jasminöl verfeinert, die andere Hälfte wurde blau und duftet nun nach Patchouli und Orange.

Färben kannst du, wie beschrieben, ganz einfach mit ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe – du brauchst wirklich nur ganz wenig davon und beachte, dass diese farben flüssig sind und dadurch auch die Shampoo-Masse wieder „matschiger“ machen! Also erstmal vorsichtig dosieren, nachfärben kann man immer. Ich träufle die Farbe immer in eine Kuhle in der Mitte der Masse und knete sie dann ein, genauso mache ich es mit dem Duft. Hier finde ich es schwierig, eine Mengenangabe zu machen, denn jede Nase ist anders. Auch hier ist es ratsam, erstmal mit wenig anzufangen!

So sieht die bunte Masse nun aus (riechen geht ja online nicht, aber es duftet gut 🤩). Ich mag es, wenn die Masse so ein wenig marmoriert aussieht und nicht komplett durchgefärbt ist.

Nun kannst du die Masse in Förmchen drücken, wo sie trocknen darf. Es passiert keine weitere chemische Reaktion, wie zum Beispiel bei der Verseifung, theoretisch kannst du die Masse also direkt benutzen. Mehr Spaß macht es aber, wenn man wartet, bis die Kakaobutter und das Wachs wieder ausgehärtet sind und die Masse zu einem festen Stück geformt haben.

So sehen die Stücke dann aus, wenn sie fertig sind – hübsch, nicht? 🥰 Nun könnt ihr euch damit ordentlich den Kopf waschen (auch den Rest übrigens 😉), wichtig ist nur, dass ihr das Stück nach Gebrauch an einem trockenen Ort wieder „zu sich kommen“ lasst – also nicht in einer Pfütze in der Dusche liegen lassen!

So, dann mal ran – ich wünsche dir viel Freude beim „matschen“! 😊