Eine meiner momentan absoluten Lieblingsspeisen sind gef├╝llte Teigtaschen namens Aloo Paratha oder f├╝r Familienlandsitzer auch „indische Piroggen“. ­čśë „Aloo“ bedeutet „Kartoffel“, wenn ich mich richtig erinnere und genau das ist die Grundlage f├╝r die F├╝llung der „Parathas“(keine Ahnung, was DAS bedeutet… aha! Das Internet meint „Schichten aus gebackenem Teig“. Na, das passt dann ja! ­čść). Also, diese Kartoffeln in Schichten aus gebackenem Teig sind mannigfaltig aufpeppbar und im Prinzip zu jeder Tages- und Nachtzeit essbar. In Indien sind sie beispielsweise eine beliebtes Fr├╝hst├╝ck. Das Gute ist auch, dass man in den Schichten aus gebackenem Teig nebst den Kartoffeln einiges an „gesundem“ Zeug verstecken kann – ich zum Beispiel mische gern Brennnessel unter oder auch mal einen L├Âffel voll von meinem Brennnessel-Giersch-Pesto! Du kannst also alles, an dem deine Familie herumm├Ąkelt (oder was weg muss ­čśç) in die Parathas und damit in die M├Ągen deiner Leute bringen. ­čĄá

Um die indischen Piroggen zu machen brauchst du folgende Zutaten:

F├╝r den Teig

  • Dinkelmehl (ich nehme Vollkorn)
  • Oliven├Âl
  • Wasser
  • Salz

F├╝r die F├╝llung

  • Kartoffeln
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Gem├╝se nach Wahl
  • Gew├╝rze nach Wahl

Und dann brauchst du noch ├ľl zum Anbraten und Ausbacken. Ich lasse hier bewusst die Mengenangaben weg, ich setze sowohl Teig, als auch F├╝llung immer „pi mal Daumen“ an.

Sch├Ąle die Kartoffeln, schneide sie in kleine St├╝cke und koche sie. W├Ąhrend sie kochen, schneidest du die Zwiebeln, den Knoblauch und das Gem├╝se deiner Wahl klein. Ich habe Brennnesseln und Kohl genommen. Es empfiehlt sich, dass alle Zutaten WIRKLICH klein geschnitten werden, damit sie sp├Ąter in der Teigtasche nicht zu klobig wirken. Dann br├Ątst du das Gem├╝se in Kokos├Âl an, bis es weich ist.

Damit das Ganze indisch wird, musst du nun nat├╝rlich entsprechende Gew├╝rze hinzuf├╝gen. Auch hier hast du freie Wahl – gegebenenfalls wird das Ganze halt eher eine Pirogge ohne das Indische. ­čśë Ich habe Garam Masala, Kreuzk├╝mmel, Ingwer, Zimt, Bockshornklee, Cayennepfeffer und Kurkuma genommen. Dazu gibst du noch Salz und dann wird die Mischung zusammen mit dem Gem├╝se kurz angebraten. Du kannst die Masse ruhig ordentlich w├╝rzen, da sie ja noch mit den Kartoffeln vermischt und in Schickten von Teig gebettet wird.

Nun f├╝llst du die Kartoffeln in eine Sch├╝ssel und zerdr├╝ckst sie zu Brei. Dann gibst du das Gem├╝se dazu und – man liebt ihn oder man hasst ihn – frischen Koriander. Ohne fehlt was in der Paratha – finde ich!!!

Jetzt k├╝mmern wir uns um den Teig: Mische das Dinkelmehl mit dem Salz und dem Oliven├Âl (hier vielleicht doch mal eine Angabe: Ich nehme circa 2 EL ├ľl auf circa 300g Mehl) und verarbeite es mit dem Wasser zu einem knetbaren Teig.

Nun formst du eine Baguette-artige Rolle daraus und schneidest sie in gleichgro├če St├╝cke. Bei mir ergeben sich in der Regel +/- 10 St├╝ck. Diese St├╝cke nimmst du nun zur Hand und rollst sie auf einer bemehlten Unterlage aus. Dann belegst du sie mit der F├╝llung, so in etwa 2 EL davon sollten reichen.

Nun klappst du den Fladen ├╝ber der F├╝llung zu. Das muss nicht so quadratisch sein wie hier – Hauptsache, die F├╝llung ist unter Schichten von Teig verschwunden. ­čśÄ

Nun kommt wieder das Nudelholz zum Einsatz: rolle damit behutsam den gef├╝llten Fladen platt! Hier ist etwas Fingerspitzengef├╝hl gefragt, um die richtige Mischung aus „platt“ und „kaputt“ zu erwischen. Wenn du zu fest rollst, dann platzt der Fladen unten auf, was an sich kein Problem darstellt, aber Sauerei macht und dem kulinarischen Monk schlaflose N├Ąchte bereiten kann.

Und fertig ist der Fladen! Sieht ganz unspektakul├Ąr aus, aber er hat es im wahrsten Sinne des Wortes „in sich“! ­čĄę

Naja, GANZ fertig ist er noch nicht, nun musst du ihn noch ausbacken. Erhitze daf├╝r Kokos├Âl in einer Pfanne und brate ihn von beiden Seiten goldbraun an. Hier ist es wichtig, dass du genug ├ľl verwendest – das Braten geht eher in Richtung Frittieren – und die Hitze nicht allzu gro├č ist. Der Fladen braucht etwas Zeit, damit er ganz durchgebraten ist.

Jetzt aber! Fertig! ­čśŹ Ich esse die Fladen gerne zusammen mit etwas Gr├╝nzeug (hier Rucola) und einem Dip. Hier habe ich mir einen zusammenger├╝hrt aus dem nat├╝rlichen Antibiotikum, Lein- und Mariendistel├Âl, Mandelmus, Honig, Senf und Hefeflocken. Falls wider Erwarten Fladen ├╝brigbleiben sollten, lassen sich diese auch ganz wunderbar einfrieren und sind dann ein gesunder Snack f├╝r den schnellen Hunger! ­čĺť

Lass es dir schmecken! ­čĄŚ