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Eibenheim

Wer sagt "Hier herrscht Freiheit" der lügt. Denn Freiheit herrscht nicht. Erich Fried


Blog des Familienlandsitzes Eibenheim - über uns, unsere Lebensweise und Interessantes zu den Themen Selbermacher, FreiSein und alternative Lösungen für das Leben

Ordentlich den Kopf waschen…

Selbermacher Posted on Mi, September 29, 2021 19:32:44

…tut man sich ganz gut mit Shampoo (oder Roggenmehl… oder doch no-poo?! Nein, heute mal mit Shampoo 😎) und noch besser mit selbstgemachtem Shampoo – und am besten mit selbstgemachtem festen Shampoo! 🥰

Das ist nämlich ziemlich einfach, wenn man einmal weiß wie’s geht und man die Grundzutaten im Haus hat:

Festes Shampoo ist nicht gleich Haarseife – Haarseife ist im Prinzip eine normale Seife, also grob gesagt eine Reaktion zwischen NaOH und Fetten, die mit gewissen, die Haare positiv beeinflussenden Ingredienzien aufgepeppt ist. Festes Shampoo besteht aus Tensiden und pflegenden Substanzen.

In meinem festen Shampoo ist folgendes enthalten – siehe Bild 1:

  • 180g SCI (Tensid)
  • 60g Kakaobutter
  • 8g Honig
  • 20g Bienenwachs
  • 44g Kaolin
  • 24g Cetylalkohol
  • 180g Olivenöl
  • Dazu kommt noch nach Belieben Duft und/oder Farbe

Es gibt auch ganz einfache Shampoo-Rezepte für Einsteiger, zum Beispiel das hier klick mich hat allerdings der hohe Stärke-Anteil im Shampoo beim Waschen gestört.

Die Kakaobutter und das Bienenwachs werden im Wasserbad geschmolzen.

Derweil kann man die anderen Zutaten schonmal zusammenkippen. ACHTUNG: Das Tensid staubt beim Abwiegen und bei der weiteren Verarbeitung ziemlich enorm – über diesen Staub freut sich die Lunge nicht unbedingt, deswegen ist es ratsam, das Ganze mindestens bei geöffnetem Fenster, besser noch im Freien zu bewerkstelligen oder sich eine – in diesem Fall mal sinnvolle – Maske vor Mund und Nase zu schnallen.

Nachdem die Kakaobutter und das Wachs geschmolzen sind, geben wir sie zum Rest der Zutaten und verkneten sie behutsam zu einer homogenen Masse. Dann kommen wir zum kreativen Teil – falls du deine Seife färben und beduften möchtest, kannst du dich jetzt austoben! 😃

Ich habe die Masse geteilt und dann die eine Hälfte mit roter Lebensmittelfarbe und Jasminöl verfeinert, die andere Hälfte wurde blau und duftet nun nach Patchouli und Orange.

Färben kannst du, wie beschrieben, ganz einfach mit ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe – du brauchst wirklich nur ganz wenig davon und beachte, dass diese farben flüssig sind und dadurch auch die Shampoo-Masse wieder „matschiger“ machen! Also erstmal vorsichtig dosieren, nachfärben kann man immer. Ich träufle die Farbe immer in eine Kuhle in der Mitte der Masse und knete sie dann ein, genauso mache ich es mit dem Duft. Hier finde ich es schwierig, eine Mengenangabe zu machen, denn jede Nase ist anders. Auch hier ist es ratsam, erstmal mit wenig anzufangen!

So sieht die bunte Masse nun aus (riechen geht ja online nicht, aber es duftet gut 🤩). Ich mag es, wenn die Masse so ein wenig marmoriert aussieht und nicht komplett durchgefärbt ist.

Nun kannst du die Masse in Förmchen drücken, wo sie trocknen darf. Es passiert keine weitere chemische Reaktion, wie zum Beispiel bei der Verseifung, theoretisch kannst du die Masse also direkt benutzen. Mehr Spaß macht es aber, wenn man wartet, bis die Kakaobutter und das Wachs wieder ausgehärtet sind und die Masse zu einem festen Stück geformt haben.

So sehen die Stücke dann aus, wenn sie fertig sind – hübsch, nicht? 🥰 Nun könnt ihr euch damit ordentlich den Kopf waschen (auch den Rest übrigens 😉), wichtig ist nur, dass ihr das Stück nach Gebrauch an einem trockenen Ort wieder „zu sich kommen“ lasst – also nicht in einer Pfütze in der Dusche liegen lassen!

So, dann mal ran – ich wünsche dir viel Freude beim „matschen“! 😊



Schwarz auf weiß

Allgemein, FLS Eibenheim, FreiSein, Selbermacher Posted on Fr, Juli 09, 2021 08:38:31

🍀🍀🍀Jetzt auch „auf Papier!🍀🍀🍀

Träumst du schon länger von einem möglichst unabhängigen, autarken, selbstbestimmten Leben und/oder deinem eigenen Familienlandsitz? Versetzt dich die aktuelle Weltsituation in Bewegung?

👉 Um dir den Einstieg in dein Leben etwas leichter zu machen, erzählen wir in diesem Buch ein bisschen aus dem „Nähkästchen – dabei ist es uns wichtig zu betonen, dass wir nicht die „Oberchecker“ sind, die dir erklären wollen, wie du dein Leben zu leben hast, im Gegenteil, wir wünschen uns, dass du aus unseren Erfahrungen Inspiration für dich ziehen kannst, deswegen zeigen wir uns mit all unseren Facetten, die manchmal auch ganz schön lustig bis peinlich sein können. Außerdem reflektieren wir, was und wie wir heute anders machen würden. 🍀🍀🍀

Das Buch im Papierformat bekommst du hier

…und als E-Book weiterhin hier erhältlich.



Sirupvariationen

Selbermacher Posted on Do, Juli 01, 2021 09:09:38

Zugegeben, Sirup zu machen ist nicht die neuste Idee 🤪 und die meisten wissen wie es geht, trotzdem stelle ich dir hier mal ein paar andere Geschmäcker vor: Rose, Lavendel, Schokominze und „Cola“:

Zur Herstellung lässt du jeweils eine gute Handvoll Rosenblätter (duftende Sorte!), Lavendel, Schokominze-Triebe und Eberraute (Colakraut) mit einer Zitronenscheibe 24h in Wasser ziehen. Daraufhin seihst du das Ganze ab und kochst es 1:1 mit Zucker/Xylit kurz auf – zur besseren Haltbarkeit kannst du auch noch etwas Zitronensäure (10g/Liter) dazu geben – und füllst es in saubere Flaschen ab.

Fertig – genießen! 🌺 Tipp: Bei Sirup mit Farbe wie Lavendel oder Rose wirklich nur kurz aufkochen, damit die Farbe erhalten bleibt! 🍹 Außergewöhnliche Sirup-Sorten über den klassischen Holunderblütensirup hinaus sind übrigens auch tolle Mitbringsel für liebe Freunde! 🤗



Schenkt das Leben dir Zitronen…

Selbermacher Posted on Mi, Mai 19, 2021 15:33:09

…mach Limonade draus – so heißt ein allseits bekanntes Sprichwort und in Bezug auf die „Unkräuter“ Brennnessel und Giersch könnte das durchaus passend sein. Denn vielen Gärtnern sind diese zwei Grünen verhasst – die Nessel piekst und brennt, sobald man ihr zu nah kommt und der Giersch ist quasi die Nacktschnecke unter den Beikräutern – er erobert „konsequent“ alle Grünflächen, wo er mal Fuß gefasst hat.

„Anstatt sich über das Unkraut im Garten aufzuregen, sollte man es lieber aufessen“ is(s)t ein anderer beliebter Spruch, der durchaus Sinn macht, aber vielleicht möchte man ja auch nochmal etwas anderes essen, als jeden Tag Brennnesselsuppe und Giersch-Salat. In diesem Fall habe ich hier ein Rezept, welches die guten Eigenschaften „der Grünen“ auf eine Weise haltbar macht, dass du auch noch im Winter etwas davon hast. Außerdem kannst du so recht große Mengen Grün sinnvoll aus dem Garten eliminieren: Es handelt sich um ein ganz einfaches Brennnessel-Giersch-Pesto! Zusammen mit Knoblauch und Olivenöl liegt es geschmacklich irgendwo zwischen Bärlauch- und Basilikum-Peso – also durchaus lecker!!!

Du nimmst: So viele Brennnesselblätter (ich nehme immer die obersten Spitzen plus die ersten zwei Blätter) und Giersch (die Blätter ohne die Stengel), wie du habhaft werden kannst, wäschst sie gegebenfalls, schneidest sie in Streifen und befüllst einen (Mix-)Behälter damit. Daraufhin gibst du Olivenöl dazu, sodass es „flutscht“ und mixt das Ganze entweder mit dem Standmixer oder dem Pürierstab durch – am besten arbeitest du dabei in Etappen, damit dein Mixer hinterherkommt, denn die Blätter des Gierschs sind vergleichsweise zäh. Dazu gibst du dann noch Knoblauchzehen und Salz – hier möchte ich dir keine Menge vorgeben, denn du solltest das ganz nach deinem Geschmack dosieren. Als Tipp: Diese Art von Pesto verträgt einiges an Knoblauch! Was das Salz angeht, solltest du dir bewusst sein, dass dies auch konservierende Eigenschaften hat, wenn du das Pesto also länger aufbewahren möchtest, empfiehlt es sich, genügend Salz beizugeben. Du kannst auch weiteres Grünzeug wie Rucola oder – ganz klassisch – Basilikum dazugeben. Wenn du alles ordentlich klein gemixt hast, füllst du das Pesto in Gläser ab und bedeckst die Oberfläche zur Konservierung mit Öl. Kühl und dunkel gelagert sollte das Peso nun mehrere Monate lang halten. Es eignet sich gut als Nudelsauce, zum Salatsaucen verfeinern, als Brotaufstrich und sicher noch für vieles andere. 😀



Glühwürmchen…

Selbermacher Posted on So, April 25, 2021 12:13:57

heißt auf Plattdeutsch „Glimmors“ und genauso heißt auch meine neuste Liebe 👉 win-win – ist bequem wie eine Leggings, sieht aber aus wie eine Hose!

…und endlich mal ein Hosenschnittmuster, das einfach so passt!



Geschafft!!!

FLS Eibenheim, Selbermacher Posted on Fr, April 09, 2021 15:47:02

Er ist online! 🤩 Die ersten Artikel sind in den Shop eingezogen: Schau mal!



Work in Progress…

FLS Eibenheim, Selbermacher Posted on Di, März 09, 2021 18:48:11

… hier wird zur Zeit fleißig gewerkelt, damit die ersten Stücke bald in den Shop einziehen können 👉 Schönes und Praktisches – genäht, gehäkelt, geschnitzt, ge-… mit Herzblut und Liebe und der besonderen Energie eines Familienlandsitzes! ❤

Coming soon! 💪

Stay tuned!

… und was dir sonst noch an passenden Anglizismen einfällt. 🤪



Smörrebröd, Smörrebröd…

Selbermacher Posted on Mi, Januar 20, 2021 12:17:35

Ich hab kein skandinavisches „Ö“, ich hoffe, ihr seht mir das nach. 😉

Nun zum Thema: Knäckebrot selber backen! Geht ganz einfach und schnell, schmeckt gut und wird nicht hart, so wie normales Brot, wenn es länger liegt (weil es ja schon hart ist! 🤓)

Nimm: 150g Dinkelmehl und jede Menge Körner/Kerne/Samen deiner Wahl. Beispielsweise Kürbiskerne, Sesam, Sonnenblumenkerne, Chia-Samen, Hanfsamen, Leinsamen, Haferflocken…. sodass die Körnermenge gewichtsmässig in etwa auf das Dreifache der Mehlmenge kommt. Dann gibst du einen TL Salz dazu und vermengst das Ganze untereinander. Nun fehlt noch die Flüssigkeit – 2 EL Olivenöl und circa 500ml Wasser finden ihren Weg in den Teig, werden untergemischt und verknetet.

Den Backofen auf 170 Grad vorheizen. Die Teigmasse streichst du nun dünn auf ein Backblech (je nach Backblechgrösse brauchst du evtl. zwei, Backpapier unterzulegen schadet auch nicht) aus und dann bäckst du das für circa 60 Minuten – je nachdem, WIE „knäckig“ du dein Knäckebrot haben willst. Ich selbst habe es lieber ein wenig weicher und nehme das Brot schon nach 40 Minuten raus. Wichtig: Du möchtest sicher hinterher keine Knäckebrotplatte, deswegen ist es empfehlenswert, das Brot nach ungefähr 15 Minuten Backzeit schonmal vorzuschneiden, damit es dir am Ende der Backzeit nicht in lauter undefinierte Teile zerbricht (was dem Brot keinen Abbruch tun würde, dem inneren Quadrate-Monk aber Schmerzen zufügen kann)

Fertig! 🙂



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