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Eibenheim

Wer sagt "Hier herrscht Freiheit" der lügt. Denn Freiheit herrscht nicht. Erich Fried


Blog des Familienlandsitzes Eibenheim - über uns, unsere Lebensweise und Interessantes zu den Themen Selbermacher, FreiSein und alternative Lösungen für das Leben

Neue Manie 😎

Selbermacher Posted on Di, Oktober 06, 2020 09:52:50

Brot backe ich ja schon seit längerem selbst, denn zum einen gibt es in Ungarn so gut wie kein vollwertiges Brot, geschweige denn „bio“ und zum anderen ist es ja auch einfach schön, wenn man sein eigenes Brot herstellen kann. Wobei das Mehl dafür offensichtlich nicht vom eigenen FLS kommt. 😉

Aber eigentlich wollte ich nicht über Brot schreiben, sondern über meine neue „Phase“: BrotAUFSTRICHE

Wenn man nicht immer nur Marmelade oder Honig aufs Brot will, Käse und co aber nicht mehr gegessen werden wollen, bzw. ohne Kühlschrank schnell von selbst wieder vom Brot hüpfen, bzw. der Schweizer mit „Käse aufs Brot“ nichts anfangen kann, kommen schnell die diversen herzhaften Brotaufstriche ins Spiel, die es mittlerweile ja in großer Auswahl zu kaufen gibt. Leider auch in ziemlich teuer. Aus diesem Grund bin ich nun in die Brotaufstrich-Produktion eingestiegen. Bisher habe ich das auch schon öfter gemacht, allerdings nie in haltbarer Variante und dann ergab sich das gleiche Kühlschrank-Problem wie mit dem Käse. Deswegen nun die ersten Versuche mit haltbaren Varianten. Geschmacklich überzeugen sie uns schonmal – sogar der kritische Göttergatte urteilte mit „lecker“. 💪

Nr.1: Paprika-Aufstrich Hier das Rezept:

  • 500g Paprika
  • 500g Tomaten
  • 500g Zwiebeln
  • 1 rote Beete
  • 2 mittlere Äpfel
  • 50g Xylit (oder Süßungsmittel nach Wahl)
  • 1 EL Senf
  • 3 EL Apfelessig
  • 1TL Paprikapulver scharf
  • 2 TL Kräutersalz
  • kleine Handvoll frische Basilikumblätter
  • Olivenöl

Und so wird`s gemacht:

Paprika, Zwiebeln, Tomate, rote Beete und Äpfel kleinschneiden (in Stücke, Streifen, Ringe – was dir sympathisch ist 😆). Dann als erstes die Zwiebeln und die Paprika in ausreichend Olivenöl anbraten. Die rote Beete und die Äpfel dazugeben und ebenfalls kurz mit anbraten. Dann mit den Tomaten ablöschen, das Salz dazu geben und das Ganze so lange köcheln, bis die Flüssigkeit in der Masse fast verdampft ist. Nun gibst du dein Süßungsmittel, den Senf, den Essig, das Basilikum und das Paprikapulver dazu. Weiter kochen, bis die Flüssigkeit komplett verdampft ist. Hier musst du ein wenig aufpassen, dass du den richtigen Punkt erwischst zwischen „verdampft“ und „angebrannt“. 😉 Die Masse glattpürieren, heiß in Schraubgläser füllen und diese noch einmal 20 Minuten lang einkochen. Die 20 Minuten werden dabei von dem Moment an gerechnet, in dem das Wasser sprudelnd kocht. Nach dem Einkochen die Gläser stürzen (ich habe das bisher nicht gemacht und hatte nie Probleme, dieses Mal teste ich es so) und langsam auskühlen lassen. Fertig! Lass es dir schmecken!

Nr. 2 Apfel-Zwiebel-Schmalz (vegan)

  • 200 g Kokosfett (geschmacksneutral)
  • 90 ml Sonnenblumenöl
  • 1 großer Apfel
  • 1 große Zwiebel
  • Kräutersalz

Das Kokosfett im Wasserbad schmelzen, die Zwiebel und den Apfel schälen und fein würfeln und dann im Sonnenblumenöl anbraten. Ich musst du schauen, welchen Grad von „anbraten“ du magst – zu viel ist sicher nicht gut, aber nur glasige Zwiebeln wären für unseren Geschmack zu wenig angebraten. Du kannst auch noch etwas im Handel erhältliche geröstete Zwiebeln dazugeben, diese haben aber meistens noch andere Zutaten mit dabei. Statt eines frischen Apfels habe ich getrocknete Apfelstücke genommen, die ich extra dafür hergestellt hatte. Zurück zum Rezept: Circa 1 TL Kräutersalz in die Mischung geben und wenn du den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hast, vermische die Apfel-Zwiebel-Masse mit dem geschmolzenen Kokosöl. Nun lässt du die Masse erkalten und rührst kräftig durch, sobald das Öl anfängt zu stocken, damit die Zwiebeln und der Apfel sich nicht unten absetzen. Schon fertig, lass es dir schmecken! 🙂



Der benähte Mann

Selbermacher Posted on So, September 13, 2020 20:30:15

Was schenkt man einem ‚wunschlos glücklichen‘ Mann zum Geburtstag?

Man MUSS ja gar nichts schenken, aber man (ich) möchte. 💞

Die beste Lösung (für mich 😉) ist mal wieder die win-win-Strategie: Der Mann hat es im Winter warm und ich hab Spaß beim Nähen. 😊

Hose und Pulli sind aus neuem Stoff, die Mütze ist upgecycled aus einem Pullover
Ein ‚Schlüpper‘ aus Reststoff
Und eine Badehose ➡ die ihm gefällt, auch wenn er hier gerade nicht so guckt. 😉


Meine Freundin Bäggi 2.0

Selbermacher Posted on Mi, August 26, 2020 16:53:03

Im ‚Bäggi‘ nähen bin ich mittlerweile Profi.

Vorzugsweise aus Upcyclingmaterialien, idealerweise kombiniert mit neckischem ‚Gedöns‘. 🎀👑🐞

Wer also noch eine Tasche braucht, der melde sich! 💪💞😎

…und meine derzeitige Favoritin – komplett upgecycled aus Jeans und Bettwäsche 😍



‚Abnehm‘-Smoothie…

Selbermacher Posted on Di, Mai 26, 2020 12:06:46

…denn das Walderdbeeren pflücken verbraucht mehr Kalorien, als man hinterher damit wieder aufnimmt. 😆

Aber herrlich schmeckt’s! Zusammen mit einer Banane, ein paar Datteln und (Pflanzen-)Milch oberlecker!



*sabber*

Selbermacher Posted on Do, Mai 14, 2020 10:55:55

Zugegeben, mit DEM Foto werde ich kein Food-Blogger, aber ich habe gerade so Freude an dem Gericht, dass ich das mit dir teilen ‚muss‘. 😻

Veganes Tikka Masala mit Linsen-Kokosmehl-Puffern – man nehme

  • Gemüse nach Wahl (hier Blumenkohl&ein paar Mangoldblätter)
  • Zwei Zwiebeln
  • Eine gute Hand voll Kichererbsen (kleine Dose oder am Vortag selbst einweichen und dann kochen)
  • Eine Dose Kokosmilch
  • 2 Knoblauchzehen
  • Ein Stück Ingwer
  • Eine Chilischote
  • 2 EL scharfes Paprikapulver
  • 1 TL Salz
  • 0,5 TL Kurkuma
  • 1 TL Zimt
  • 0,5 TL Kardamom
  • 2 EL Kokosraspeln
  • 2 EL gemahlene Mandeln
  • 4 EL Tomatenmark
  • 4 EL Kokosöl (original wäre Erdnussöl…)
  • Koriandergrün

Die kleingeschnittenen Zwiebeln mit dem Ingwer, Knoblauch und sämtlichen Gewürzen im Öl anbraten, dabei immer schön rühren. Je nach Gemüse kannst du das dann auch dazugeben (mit dem Blumenkohl habe ich es so gemacht), evtl musst du es vorher noch anderweitig garen. Dann die Kokosflocken und Mandeln dazu, weiterrühren ?, dann das Tomatenmark und die Kokosmilch und zuletzt die (schon gekochten!) Kichererbsen. Das Ganze lässt du auf kleiner Flamme köcheln (Evtl musst du dann mal etwas Wasser zugeben), während du die Linsenpuffer aus der schon vorbereiteten Teigmasse machst.

Dafür nehme man 150 Gramm rote Linsen und die doppelte Menge Wasser. Die Linsen müssen nun mindestens 3 Stunden einweichen. Nach der Einweichzeit schüttest du das Wasser ab und füllst vorsichtig neues nach – nicht zu viel, damit der Teig nicht zu flüssig wird! Dann hält du den Pürierstab da rein und schaust, dass du einen zähflüssigen Teig bekommst. Mit Salz und evtl etwas Garam Masala würzen und dann kannst du dich ans ausbacken machen ➡ in einer beschichteten Pfanne dünne Fladen ausstreichen (wie Crêpes) und von beiden Seiten ein paar Minuten ausbacken.

Soweit das Originalrezept.

Mein Teig war für mein Gefühl zu flüssig, deswegen habe ich noch einen guten EL Kokosmehl dazugegeben. Tja, und dann bin ich mir nicht sicher ob es an der Pfanne oder am Kokosmehl lag (also an MIR sicher nicht! ??), aber die Masse wollte die Pfanne nicht in Crêpe-Form verlassen. Eher in Kaiserschmarrn-Form… das war ja so nicht gedacht, also habe ich schnell umgeschult zur Puffer-Produzentin ➡ Kokosöl in die Pfanne und kleine Küchlein ausgebacken. DAS klappte dann. 💪

Nach dem Anrichten, dann noch ordentlich Koriandergrün aufs Tikka Masala (und hier auf dem Bild noch Mungbohnensprossen) und dann hmmmmmmm!

Ich flute damit jetzt meine imaginäre Badewanne und sule mich darin. ☺

…als ‚Food-Blogger‘ ist es ja Pflicht, #hashtags zu setzen. Wobei mir nicht wirklich klar ist, wofür die gut sein sollen… aber ich lebe dahingehend ganz gerne ein bisschen hinter dem Mond und ‚beömmel‘ mich einfach drüber:

#sabbertimmernoch #basischessenforpresident #makeblumenkohlsexyagain #foodporn



Fichtennadelgenuss 🌲

Selbermacher Posted on Fr, Mai 08, 2020 13:56:56

Erinnert mich an den Schwarzwald….

…ich weiß gar nicht, ob das gut oder schlecht ist. 😆

Im Mai kann man die Fichten um ihre zarten grünen Triebe bitten und daraus ein paar Köstichkeiten zaubern. Pesto zum Beispiel:

*Zwei Hände voll Fichtenwipfel (-Schößlinge, -Sprösslinge oder wie auch immer man das bei dir nennt)

*Eine Hand voll gemahlene Mandeln

*1 TL (Kräuter-)Salz

*1 Spritzer Zitrone

*Soviel Olivenöl, dass es ‚flutscht‘

➡ Alles im Mixer bis zur gewünschten Feinheit pürieren. In saubere Gläser abfüllen und mit Olivenöl bedecken.

Schmeckt wunderbar fichtig-zitronig – zB pur zu Nudeln oder auch zum Aufpeppen von Salatsaucen.



Einhorn

Selbermacher Posted on Mi, April 01, 2020 14:15:12

… und dann sagte diese Stimme zu mir: „Filz‘ ein Einhorn!“

… und ich so: „Wieso???“

… die Stimme: „Egaaaal… Einhörner kann man immer gebrauchen!“

… ich: „Wofür???“

… die Stimme: „Egahaaal! Mach jetzt!!!“

… ich:



Salz in unserer Seife…

Selbermacher Posted on Di, März 10, 2020 11:51:33

Salz in der Seife wirkt antiseptisch und gleicht den Säure-Basen-Haushalt der Haut aus. Bisher war mir das Einarbeiten jedoch immer zu mühsam. Letztens habe ich aber bei einer anderen Seifensiederin gesehen, dass sie ganz einfach Badesalz zum normalen Seifenleim gegeben hat und dabei ein super Ergebnis herausgekommen ist! Das hat mich neugierig gemacht und musste ausprobiert werden. ?

Die Firma Kneipp verwendet laut eigener Aussage ‚einen hohen Anteil‘ an reinem Thermalsolesalz aus der Saline Luisenhall , vermischt mit Duft und Farbpigment ➡ und DAS ist ebenfalls ein großes Plus für meine Seifen. ? Da ich normalerweise nur Naturstoffe verarbeite, also zum Beduften ausschließlich ätherische Öle und zum Färben ebenfalls nur natürliche Farbstoffe wie zum Beispiel Paprikapulver, Kurkuma oder Alkanna.

Für den Anfang habe ich es mal mit zwei verschiedenen Badesalzen versucht – ‚Glücksklee‘ und ‚Traumfahrer‘. Ersteres soll nach Drachenfrucht riechen und ist als Salz giftgrün, zweiteres riecht nach Lavendel und etwas Fruchtigem und besteht aus zwei Farben zum Mischen in der Badewanne.

Ich muss gestehen, dass mir von der Intensität des ‚Duftes‘ vom Glücksklee-Badesalz regelrecht schwindelig geworden ist – viiiiiieeeel zu krass, mir ist schleierhaft, wie man dadrin baden kann… In der Seife ist der Duft nun allerdings ganz angenehm und auch die ‚milchgrüne‘ Farbe ist hübsch. Die Traumfahrer-Seife gleicht von der Farbe her eher Wurstbrät ? – im Wasser sollte sich eigentlich ein schönes Lila ergeben. Der Duft ist allerdings angenehm fruchtig.

Die Herstellung ist tatsächlich sehr einfach: einfach das Badesalz in den Seifenleim geben (interessiert an einer ausführlichen Beschreibung zur Herstellung von Seife? Klicke hier) , sobald er anfängt, leicht anzuziehen. Es ist gut, wenn die Salzkörner noch einige Zeit in den ‚Genuss des Pürierstab-Kontakts‘ kommen, damit die Korngröße etwas reduziert wird und der Peelingeffekt nicht zu stark ist. Ich habe das Salz zusätzlich vorher noch etwas gemörsert.

Nun müssen die guten Stücke noch ein paar Wochen reifen – leider, denn ich bin sehr neugierig aufs Ausprobieren. ???



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